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Windkümmerer für Kommunen

Das Bild zeigt ein Windrad vor bewölktem Himmel

Die Windkraft ist ein zentraler und unverzichtbarer Baustein der Energiewende. Moderne Windenergieanlagen können bis zu sechs Megawatt Leistung aufbringen. Eine durchschnittliche Anlage mit etwa 3,3 Megawatt Anlagenleistung kann bei den üblichen Windverhältnissen in Bayern einen Jahresertrag von im Schnitt rund 6600 Megawattstunden Strom erzielen – genug für etwa 2000 Durchschnittshaushalte. Eine beachtliche Menge an Strom, die auf vergleichsweise wenig Fläche und unabhängig von Tages- und Jahreszeiten zur Verfügung steht. Damit leistet jedes Windrad einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Um den notwendigen Ausbau der Windenergie anzuschieben, rief das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Ende 2019 die Windenergieoffensive AUFWIND mit den Regionalen Windkümmerern ins Leben. Ziele von AUFWIND sind es, die Akzeptanz für Windenergieanlagen zu erhöhen, Ausbauhemmnisse systematisch abzubauen und durch verbesserte Rahmenbedingungen den Ausbau der Windenergie in Bayern anzuschieben.

Das Herzstück bilden dabei die Regionalen Windkümmerer, die von der Landesagentur für Energie und Klimaschutz koordiniert werden. Die Windkümmerer beraten und unterstützen ausgewählte Kommunen bei ihren Vorhaben. Denn den Kommunen kommt beim Ausbau der Windenergie eine besondere Bedeutung zu: Sie können über ein Bauleitplanverfahren geeignete Flächen für Windräder ausweisen und stehen dabei mit den Menschen vor Ort im ständigen Dialog. Sie vermitteln, weshalb der Ausbau der Windkraft so bedeutsam ist und können durch kluge Konzepte erreichen, dass die Menschen in der Region auch wirtschaftlich von der Anlage profitieren.

Dabei liefert in jedem Regierungsbezirk ein Windkümmerer passgenaue Unterstützung für diese vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben, individuell abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf der ausgewählten Kommune. Jeder Windkümmerer berät und begleitet den gesamten Prozess. Er zeigt Umsetzungsmöglichkeiten auf, etwa indem er zum Beispiel Flächenpotenziale und Wirtschaftlichkeitsberechnungen erarbeitet. Er vermittelt weiterführende Expertenkontakte und unterstützt in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, um Partizipation zu ermöglichen und dadurch die Akzeptanz vor Ort zu steigern. Mehr als 40 Kommunen in Bayern machen bereits mit. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern.

Unsere sieben Regionalen Windkümmerer wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt und setzen sich zusammen aus regionalen Energieagenturen, einem Ingenieurbüro und einer Agentur mit Schwerpunkt auf Kommunikation und Bürgerdialog. Durch diese Vielfalt ergänzen sich die Windkümmerer und profitieren gegenseitig von ihrer fachlichen Expertise. Um den Austausch weiter voranzutreiben, finden in regelmäßigen Abständen Vernetzungstreffen der Windkümmerer statt.

Die Windkümmerer bedienen sich aus einem flexiblen Baukastensystem – je nach Fortschritt des Projektes können bei jeder Kommune andere Bausteine relevant sein:

  • Baustein 1: Unterstützung bei der kommunenspezifischen Bestands- und Potentialanalyse der Windenergie
  • Baustein 2: Fachliche Unterstützung/Beratung rund um Windenergie
  • Baustein 3: Unterstützung bei der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit
  • Baustein 4: Moderation und Vermittlung
  • Baustein 5: Beratende, energiefachliche Unterstützung von Kommunen bei der Bauleitplanung

Die Windkümmerer konnten bereits in vielen Kommunen etwas bewegen. Seit Projektstart wurden unter anderem

  • zahlreiche positive Gemeinderatsbeschlüsse für Windenergieprojekte getroffen
  • Bürgerenergiegenossenschaften oder Arbeitsgemeinschaften angestoßen oder gegründet.
  • Standorte gesichert.
  • der Wissensstand in den Kommunen zum Themenbereich Windenergie deutlich verbessert.
  • gezielte Öffentlichkeitsarbeit geleistet – beispielsweise durch die Erstellung von Flyern, das Aufsetzen von Informations-Websites oder auch die Organisation von Online-Veranstaltungen.

In einzelnen Regierungsbezirken sind noch Plätze frei, in einigen Regionen verläuft das Projekt so erfolgreich, dass es bereits eine Nachrückliste gibt. Wir nehmen Ihre Bewerbung in jedem Fall gerne entgegen!

Senden Sie dazu den ausgefüllten Bewerbungsbogen an das Postfach AUFWINDIm Anschluss prüft das Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gemeinsam mit LENK, dem jeweiligen Windkümmerer und weiteren Betroffenen Ihre Bewerbung. Im Falle einer positiven Entscheidung erfolgt die Zusage durch das Ministerium und der Windkümmerer startet seine Arbeit in Ihrer Kommune.

Sollten Sie zunächst auf der Nachrückliste stehen, kümmern wir uns gerne persönlich um Sie!

Die LENK übernimmt die bayernweite Steuerung und Vernetzung der Windkümmerer. Wir sind im ständigen Austausch mit den regionalen Experten und unterstützen diese beim Erreichen ihrer Ziele. Zum Austausch von Erfahrungen und Fachwissen vernetzen wir die Windkümmerer miteinander, etwa bei unseren regelmäßigen Netzwerktreffen. Wir sammeln Wissen und bereiten es für interessierte Kommunen auf.