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Die Staatsverwaltung wird klimaneutral

Das Bild zeigt eine Photovoltaikanlage

Beim Klimaschutz kommt dem Staat eine Vorbildfunktion zu: Im Bayerischen Klimaschutzgesetz hat sich die Staatsregierung verpflichtet, die unmittelbare Staatsverwaltung klimaneutral zu stellen. Die Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) übernimmt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle: Wir unterstützen die Behörden und Einrichtungen des Freistaats auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dazu planen wir konkrete Konzepte und Leitfäden.

Hauptziel dabei ist es, die Treibhausgasemissionen soweit zu vermeiden und zu verringern, dass die Klimaneutralität mit möglichst wenig Kompensationsmaßnahmen erreichbar ist.

Prozess der Treibhausgas-Minimierung in den Einrichtungen der bayerischen Staatsverwaltung

Wir machen es vor

Mit Blick auf die Praxistauglichkeit erarbeiten wir unsere Handlungsempfehlungen derzeit am konkreten Beispiel: Das Landesamt für Umwelt (LfU), zu dem auch die LENK gehört, ist unser Pilotprojekt.

Durch umfassende Information und die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LfU eingebunden. Unerlässlich ist zudem eine Struktur für das Klimamanagement mit klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Am LfU verfolgen künftig eine Steuerungsgruppe aus entscheidungsbefugten Führungskräften und eine Arbeitsgruppe auf operativer Ebene die konsequente Umsetzung der Klimaschutzziele. Zusätzlich kümmern sich Innovationsteams um einzelne, besonders wichtige Handlungsfelder.

Wir begleiten Sie

Bei unserem Pilotvorhaben am LfU gehen wir nach dem sogenannten PDCA-Zyklus („plan – do – check – act“) kontinuierlicher Überprüfung und Weiterentwicklung der Maßnahmen vor. Dieser Zyklus ist auch Grundlage für eine Zertifizierung nach dem europäischen Umweltmanagement-System „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS) und empfiehlt sich für alle Einrichtungen der Staatsverwaltung. Basis für den Prozess ist das Erstellen einer Startbilanz für die jeweilige Behörde. Dabei werden die Systemgrenzen festgelegt – zum Beispiel indem klar definiert ist, welche Standorte einbezogen sind –, sowie die Bilanzgrenzen bestimmt. Diese definieren, welche Bereiche einer Einrichtung in die Bilanzierung einbezogen werden. Dabei wird berücksichtigt, welche Aktivitäten die größten Emissionen verursachen, für welche ausreichend Daten verfügbar sind, welche sich überhaupt beeinflussen lassen und welche gesellschaftspolitisch besonders relevant sind. In der Regel zählen in Behörden Stromversorgung, Heizungsanlagen und der Fuhrpark zu den größten Verursachern der Treibhausgasemissionen.

Für die einzelnen Handlungsfelder, z.B. Liegenschaften, Beschaffung, Kantine oder Mobilität, werden anschließend Etappenziele festgelegt und erste Maßnahmen definiert. Nach der Umsetzung hilft eine erneute, jährlich zu erstellende Bilanz dabei, die Wirksamkeit zu überprüfen und fortzufahren oder bei Bedarf nachzusteuern. Unvermeidbare Treibhausgasemissionen werden schließlich durch Klimaschutzmaßnahmen kompensiert und ausgeglichen.

Die LENK unterstützt diesen Prozess hin zur „Netto-Null“ der Treibhausgasemissionen. Unser Ziel ist es, Arbeitshilfen und Rahmenvorgaben zu den System- und Bilanzgrenzen zu erarbeiten. Zudem wollen wir fachlich-methodische Arbeitshilfen erstellen, die umfassende Empfehlungen zu jedem Schritt auf dem Weg hin zur Klimaneutralität geben – von möglichen Reduktionspfaden bis hin zu passenden Maßnahmen. Auch das Umweltbundesamt hat einen ausführlichen Leitfaden zur treibhausgasneutralen Verwaltung erstellt, der in die obengenannten Arbeitshilfen einfließen wird..